Droxler Rechtsanwälte AG

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Scheidung - Trennung


Im Scheidungsfall beraten und helfen wir Ihnen beim Aushandeln einer umfassenden Scheidungskonvention oder vertreten Sie vor Gericht bei einer Kampfscheidung.


  

I. Scheidungsvoraussetzungen (ZGB 111 ff.)


vor zweijähriger Trennungszeit

Scheidung auf gemeinsames Begehren (Scheidungskonvention) 

a. Umfassende Einigung:

  • vollständige Vereinbarung über die Scheidungsfolgen

b. Teileinigung (Einigkeit zumindest im Scheidungspunkt):

  • bei Uneinigkeit über Scheidungsfolgen soll das Gericht urteilen


Besteht keine Einigung über die Einreichung der Scheidung an sich, dann kann für die Trennungdauer bis zur Scheidung ein Eheschutzverfahren eingeleitet oder eine Trennungsvereinbarung abgeschlossen werden.


nach zweijähriger Trennungszeit

Scheidung auf Klage eines Ehegatten


   

II.    Scheidungsfolgen (ZGB 119 ff.)

  
  • Name (grds. Beibehaltung, auf Gesuch hin ggü. ZStA wieder Ledignamen)
  • Güterrecht (güterrechtliche Auseinandersetzung nach Art. 204 ff. ZGB inkl. 3.Säule)
  • Wohnungszuteilung
  • Teilung der während der Ehe geäufneten Vorsorgeguthaben (Pensionskasse, AHV-Splitting)  
  • Regelung nachehelicher Unterhalt
  • Regelung Kinderbelange (Sorgerecht, Obhut, persönlicher Verkehr / Betreuung, Kindesunterhalt)

  

Gestützt auf die Unterhalts- und Beistandspflicht der Ehegatten (ZGB 159 III und 163) kann im Eheschutz- wie auch im Scheidungsverfahren als vorsorgliche Massnahme ein Prozesskostenvorschuss vom vermögenden Unterhaltsschuldner verlangt werden. Dieser privatrechtliche Anspruch geht dem Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege vor (ZPO 117 ff. / BV 29 III).



Nachehelicher Unterhalt


Mit der Scheidung endet die eheliche Beistands- und Unterhaltspflicht. An deren Stelle tritt bei lebensprägender Ehe der nacheheliche Unterhalt nach Art. 125 ZGB.


Eine Lebensprägende Ehe liegt vor (Kriterienauswahl nach Rechtsprechung):

                
  • wenn weiterhin Kinder zu betreuen sind;
  • wenn die Ehe länger als 10 Jahren gedauert hat;
  • bei klassischer Hausgattenehe und damit verbundene länger Abstinenz von der Arbeitswelt resp. Schwierigkeiten bei Wiedereingliederung;
  • ...

Entscheidgrundlage

Beim Entscheid, ob ein Beitrag zu leisten sei und gegebenenfalls in welcher Höhe und wie lange, sind insbesondere zu berücksichtigen: (nicht abschliessend!):


  1. die Aufgabenteilung während der Ehe;
  2. die Dauer der Ehe;
  3. die Lebensstellung während der Ehe;
  4. das Alter und die Gesundheit der Ehegatten;
  5. Einkommen und Vermögen der Ehegatten;
  6. der Umfang und die Dauer der von den Ehegatten noch zu leistenden Betreuung der Kinder;
  7. die berufliche Ausbildung und die Erwerbsaussichten der Ehegatten sowie der mutmassliche Aufwand für die berufliche Eingliederung der anspruchsberechtigten Person;
  8. die Anwartschaften aus der eidgenössischen Alters- und Hinterlassenenversicherung und aus der beruflichen oder einer anderen privaten oder staatlichen Vorsorge einschliesslich des voraussichtlichen Ergebnisses der Teilung der Austrittsleistungen.

 

Modalitäten

Vielmals wird der nacheheliche Unterhalt zeitlich abgestuft resp. befristet (z.B. bis zur Volljährigkeit des jüngsten Kindes oder bis zum Erreichen des AHV-Alters des Unterhaltsschuldners)

 

Nachträgliche Abänderung (ZGB 129)

Voraussetzungen sind:

  • Unvorhersehbarkeit (im Zpkt. der Festsetzung, bspw. Stellenverlust oder Karrieresprung)
  • Erheblichkeit (als Faustregel mind. 10%)
  • Dauerhaftigkeit (Änderung wird voraussichtlich andauern, nicht bloss vorübergehend)

Anstatt der Aufhebung ist auch eine Sistierung möglich. Bei Verschlechterung auf Seiten des Berechtigten ist keine Abänderung vorgesehen.


Erlöschen

  • Tod oder Wiederverheiratung der berechtigten Person
  • Auf Antrag hin beim sog. qualifizierten Konkubinat (d.h. 5 jährige, eheähnliche Beziehung)